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Hinter den Kulissen von ARTE: 16 Fragen an Irene Selle

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Hinter den Kulissen von ARTE: 16 Fragen an Irene Selle
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14) Wie trai­nieren Sie Ihre Spra­ch­kennt­nisse? Sind Reisen ein Muss für jeden, der in der Fremd­sprache topfit sein will?

Ich trai­niere, indem ich Ra­dio­texte im Geist mit­dol­met­sche, franzö­si­sche Bü­cher langsam und gründ­lich lese (das Wör­ter­buch liegt da­neben) und in der Frei­zeit, z.B. beim Wan­dern in den Vo­gesen, auch mit Fran­zosen zu­sammen bin. Reisen, vor allem län­gere Aus­land­sau­fen­thalte, sind natür­lich immer von Vor­teil; aber in­ten­sives, be­wusstes und kon­ti­nuier­li­ches Stu­dieren und Kom­mu­ni­zieren müssen hin­zu­kommen.


15) Was emp­finden Sie beim Hin- und Her­pen­deln zwi­schen Deut­schland und Fran­kreich? Nehmen Sie das Über­schreiten der franzö­si­schen bzw. der deut­schen Grenze beiläufig oder in­tensiv wahr?

Für mich ist die Grenzü­ber­schrei­tung Rou­tine, denn ich pendle seit fast zwanzig Jahren zwi­schen Berlin (wo mein Mann lebt) und Straß­burg hin und her. Das Pen­deln hat zur Folge, dass ich in Deut­schland franzö­sisch-he­do­nis­ti­sche Züge an mir ent­decke und in Fran­kreich manchmal (noch) preußisch-ri­goros rea­giere.


16) Wie sahen Sie die deutsch-franzö­si­schen Be­zie­hungen vor dem Mauer­fall, und wie sehen Sie sie heute? Was macht für Sie die deutsch-franzö­si­sche Zu­sam­me­nar­beit aus?

Aus ganz sub­jek­tiver Sicht: Vor dem Mauer­fall war für mich das Franzö­si­sche Kul­tur­zen­trum in Ost­berlin das Mekka der deutsch-franzö­si­schen Be­zie­hungen. Da­nach öff­nete sich mir die Welt und damit auch das „Fran­kreich meines Her­zens“. Das war einer der Gründe, warum ich zu ARTE ging. Inz­wi­schen habe ich in Straß­burg eine kleine En­kel­tochter, die zweis­pra­chig aufwächst. So schließt sich der Kreis. Was das „deutsch-franzö­si­sche Tan­dem“ be­trifft, wün­sche ich mir, dass es kräftig wei­ter­ra­deln und nie aus dem Takt kommen möge.


Vielen herz­li­chen Dank für Ihre Freund­li­ch­keit und die zur Verfü­gung ges­tellte Zeit.

Wei­te­rhin viel Er­folg!

 

Das In­ter­view führte Birte Wenzel.





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